Felana zieht ein

 

Mit dem Einzug von Caruso begann auch eine Veränderung in unserem Leben. Die Prioritäten änderten sich. Wir begriffen langsam, dass das Leben nicht nur aus Arbeit, dem Streben nach Erfolg und der Terminkalender nicht die wichtigste Lektüre ist. Gesundheitlich angeschlagen, war jeder Spaziergang Atempause und Urlaub zugleich ,  jede Streicheleinheit lud die Akku´s auf. Die Freude über  unseren Hund spiegelte sich in unserem Tagesablauf wieder. Wir hatten auf unseren Spaziergängen wieder Gesprächsthemen, die nicht nur organisatorische Sachen betrafen. Wir lernten neue Freunde kennen und verloren aber auch Freunde, von denen wir dachten, dass sie Freunde wären. So trennte sich die Spreu vom Weizen.

Caruso war, außer zum Schlafen, fast 24 Stunden an meiner Seite. Ich nahm ihn mit ins Büro, auf den Hundeplatz übte ich mit ihm, an der Leine ging er nur an meiner Seite. Stefan stand mir in jeder Lebenslage bei und kam bei allen Aktivitäten, die ich mit Caruso durchgeführt habe, mit.

 Nur eins fehlte!

Der Hund an seiner Seite!

Und so beschlossen wir eine Hündin in unser Leben zu holen, wenn Caruso die Begleithundprüfung besteht und als Deckrüde eingetragen wird. Caruso tat uns den Gefallen und bestand beide Prüfungen. (Unser Dank gilt allen, die sich vor allen mit mir gequält haben.)

Die Google-Maschinerie wurde erneut strapaziert. Diesmal suchten wir gezielt nach einer passenden Hündin. Nach fast einem Jahr fanden wir endlich einen Wurf mit Welpen, der unseren Vorstellungen entsprach.  Gleiches Spiel wie bei Caruso. Erst mal Züchter anrufen und Termin absprechen. Und so ging wieder mal auf Reisen. Einmal quer durch halb Deutschland, schon fast in Holland fuhren wir Stunde um Stunde (über 6 Stunden) in Richtung Kranenburg. Und wir fanden unsere Felana. Schwer verliebt und schweren Herzens mussten wir wieder nach Hause. Da unsere Mausi erst knapp 4 Wochen war musste sie ja noch bei ihrer Mama bleiben. Aber Sehnsucht versetzt ja bekanntlich Berge! Und so machten wir uns 14 Tage später noch einmal mitten in der Nacht auf den Weg um die Kleine zu besuchen. Es war schon Wahnsinn, wie die Kleine in der kurzen Zeit gewachsen ist.  Schweren Herzens mussten wir wieder ohne Felana nach Hause fahren. Tröstlich war aber, dass Edgar und Silvia (die Züchter) uns die Möglichkeit gaben, durch eine Webcam, Felana´s Entwicklung täglich beizuwohnen. Und so war sie uns doch schon so nah, denn ab 20.00 Uhr war Webcam -  Schau angesagt.

Endlich war es soweit und Edgar und Silvia sagten sich an um uns die Kleine zu bringen. Diese Züchter bringen alle ihre Welpen zu den neuen Besitzern (und unter Umständen nehmen sie auch schon einmal den Welpen wieder mit) um zu sehen, ob sie ihre Welpen ruhigen Gewissens beim neuen Besitzer lassen können. Wir haben Glück gehabt und Felana blieb und wickelte innerhalb kürzester Zeit alle um ihre Pfote! Wie sie das macht und welche Erlebnisse sie hat, wird sie Euch auch selbst erzählen….