Sommerfest 2012

 (Der Spaß muss das Tun bestimmen (Reinhold Messner))

 

CarusoImmer wieder Samstags……..

…… gehen wir zum Training auf den Hundesportplatz.  Dort wollen uns Herrchen und Frauchen beibringen, wie man ordentlich Fuß läuft oder Platz macht und so weiter und so weiter. Mal haben wir Lust drauf, mal nicht.  Felana und ich bereiten  uns schon immer in der Woche darauf vor, welche Übung wir denn wieder verhauen könnten, um die beiden Zweibeiner zu necken.

Wir machten uns also wie immer,  mittags auf den Weg zum Hundesportplatz und staunten nicht schlecht. Wow, da war ja ein Parcours aufgebaut. Ich ahnte schlimmes! Und dann ging es los! Caro und Katja (2 flotte Mädels vom Hundesportplatz) hatten sich ein tolles Programm ausgedacht, wobei Mensch und Tier gefordert wurden. Ich war ja doch skeptisch und ließ die ganze Geschichte misstrauisch auf mich zu kommen.

Erste Aufgabe war eine Schnitzeljagd. Man ich sag Euch, Frauchen ging mit mir von links nach schräg, immer irgendwelchen grünen Punkten hinterher, die vorher auf Bäume und auf den Weg gesprüht worden waren. Dumm war nur, dass der Förster genauso grüne Punkte im Wald verteilt. Und so liefen wir natürlich in die falsche Richtung. Aber die Spürnase der Hunde ist bekanntlich unbestechlich und so konnten sich die Zweibeiner freuen, da wir Hunde den Platz mit den Schnipseln fanden. Auf diesen Schnipseln standen Fragen, die richtig zu beantworten waren. Wir Hunde hatten unsere Arbeit getan, die Theorie war dann Sache der Menschen.

Wieder auf den Hundesportplatz angekommen wurden Lose gezogen. Auf diesen Losen waren wieder einmal bunte Punkte. Die Menschen die die gleiche Farbe gezogen hatten, bildeten eine Mannschaft!

Und so ging es zur  zweiten Aufgabe! Das  war eine Aufgabe nach meinem Geschmack. Da konnte ich mal zeigen, was ein Landseer-Rüde so drauf hat. Der „ P A R C O U R S „!!!

Ich war ganz heiß darauf zu starten, musste aber warten, das Frauchen  eine Frage richtig beantwortet, die Katja stellte. Gott sei Dank hatte Katja Mitleid mit Frauchen und die Frage war nicht so schwer. Ich scharrte schon mit den „Hufen“, weil ich los wollte. Frage beantwortet und dann ging es los! Rüber über die Hürde… am Balken vorbei … in den runden Tunnel… dann durch den  eckigen Tunnel…und weiter ging es im Slalom an den Stangen vorbei und das alles ……

…..in BESTZEIT (für meine Verhältnisse auf jeden Fall)!

Leute,  hatte ich einen Spaß! Leider konnte Felana nicht mitmachen, da Herrchen momentan mit dem Rücken krank ist. Wir beide zusammen hätten bestimmt die Bude gerockt.

Das nächste Spiel war auch nicht von schlechten Eltern. Jeder Hund aus der Mannschaft bekam eine Aufgabe zum Thema Unterordnung. Da war es wieder! Hatte ich gehofft, dass ich nicht im Fuß neben mein Frauchen herlatschen muss, war die Hoffnung wohl umsonst. Zuerst wurde Lareck, (der Schäferhund von unserer Gaby) in die Box geschickt und musste dort Platz machen. Man war der gut! Ich konnte nicht widerstehen. Entgegen meiner Abmachung mit Felana (Frauchen ein bisschen zu necken) erfüllte ich meine Fussübung perfekt. Ich kann es ja! Ich will nur nicht immer!!

Die beiden letzten Hunde (Tammy und Chico) unserer Mannschaft mussten für 3 Minuten im Platz liegen bleiben.

Nachdem wir so geschuftet hatten, durften wir  ausruhen.

Bis zum nächsten Spiel!

Meine liebe Katja und meine liebe Caro, Ihr denkt Euch ja immer ein paar „Schweinereien“ aus, um uns Hunde zu ärgern, aber was ihr beide  uns da zugemutet habt,  war die Oberhärte! Liebe Leser, wollt Ihr wissen was wir Hunde machen mussten, was sich diese jungen Damen für uns ausdachten? Stellt Euch mal vor, wir Hunde wurden in ein Viereck abgelegt und die Zweibeiner hüpften 30 Sekunden mit dem Springseil vor unserer Nase rum und hatten Spaß! Aber das war ja noch nicht die Oberhärte!!!! Das Schärfste überhaupt war, das vor dem Viereck ein Teller mit den schönsten Leckerbissen für Hunde stand und wir dort nicht hindurften. Na Hauptsache die Zweibeiner hüpfen uns was vor. Ich schmollte schon ein bisschen mit Frauchen, ließ mir aber nichts anmerken!

Wir Hunde hatten dann aber auch unsere Arbeit getan. Jetzt sollten die Mensch mal ran. Aber Caro und Katja hatten natürlich Mitleid mit den Zweibeinern. Die Schwerstarbeit haben die beiden uns Hunden überlassen. Die einfachen Aufgaben durften die Menschen dann erledigen. Oder findet Ihr es schwer, mit verbundenen Augen zu schmecken, zu riechen oder Gegenstände zu ertasten? Solche Aufgabe oder Teebeutelweitwurf oder Wasser von einem Becher in den anderen Becher zu transportieren (na gut, kleiner Schweregrad war dabei, weil die Menschen dieses mit dem Strohhalm transportieren mussten) waren die Aufgaben der Menschen.  Ich will aber nicht meckern, bis auf die Aufgabe mit den Leckerbissen vor meiner Nase hatte ich so richtig Spaß. Das war mal ein Training nach meinem Geschmack, auch wenn die Menschen es Sommerfest nennen. Von mir aus kann jeden Samstag Sommerfest sein!

Am Ende kam Felana auch auf ihre Kosten. Sie hat gelernt, wie man Frisbee spielt. Man ist die gut! Ruck, zuck hatte die den Dreh raus und jetzt ist Felana ein richtiger Frisbee-Freak! Wenn die eine Scheibe sieht, wird sie ganz rappelig. Aber sie hat Herrchen überredet für mich auch ein Frisbee zu besorgen und dann geht es zu viert los. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht lerne!

Für uns Hunde war dieser Tag super cool. Wir haben zusammen mit unseren Menschen richtig viel  Spaß gehabt!  Unser Dank gilt allen, die sich so viel Mühe mit der Vorbereitung des Festes gemacht haben. Ganz dicke „Schlabberküsse“ (...beim nächsten Training... seid Ihr dran!!!) an Katja und Caro, die sich Spiele ausgedacht und mit viel Witz und Charme Regie geführt und alle  Vier- und Zweibeiner  mitgerissen haben!!!

Bis zum nächsten Mal - Euer Caruso